Lesungen

Die Gedichte und Kurzgeschichten von Bernd Thye haben meistens eine feine Ironie

 

Auch ist nicht immer zu erkennen, wann seine Texte zu Ende sind

„Lieber den Gedanken nachhallen lassen als ihn durch Applaus ersticken“, meint der Autor dazu.

 

Überhaupt hält er die Dinge oft gern in der Schwebe, fordert aber andererseits zu konkretem Handeln auf und kann sich so manche sarkastisch bis zynische Anmerkung nicht verkneifen.

 

Man spürt, der 68-jährige hat 68 aktiv miterlebt und offenbar nicht alle Ideale von damals über Bord geworfen.

Es kommt also nicht von ungefähr, dass viele seiner Gedichte, Metaphern und Aphorismen

auch immer wieder Beobachtungen des politischen Geschehens sind.

 

Bernd Thye kommt aber beim Publikum nicht nur wegen seiner Texte gut an,

sondern auch wegen seiner sonoren Stimme und der gekonnten Vortragsweise – Humor inklusive.